HAND IN HAND International e.V.

Verein für Begegnung und Zusammenarbeit
 

Marie´ s erster Kurzbericht aus Dormaa (März 2009)

Jeder, der nach Ghana reist, sollte mindestens ein mal einen Gottesdienst besucht haben, denn dies ist jedes mal ein Erlebnis für sich! Ein Gottesdienst läuft im Vergleich zu einem deutschen Gottesdienst um einiges spektakulärer ab. Es wird laut gesungen, getanzt und geklatscht, meist sogar mit Lifeband und Chor. Sogar die Predigt und das Beten läuft geräuschvoller ab als in den meisten deutschen Kirchen.
Ich verstehe aber jeden, der nicht jeden Sonntag (oder jeden Tag, da in vielen Kirche fast täglich Gottesdienste stattfinden) in die Kirche gehen möchte. Ein Gottesdienst dauert gut und gern drei Stunden und wird meist auf Twi gehalten, daher kann es mit der Zeit dann etwas ermüdend werden. Dennoch sollte man sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen!

Jeden Dienstag ist in Dormaa – Ahenkro Wochenmarkt (Tuesday-Market) angesagt. Auf den ersten Blick herrscht auf dem Markt das reinste Chaos! Erst mal ist nicht so recht zu erkennen, wo welcher Stand aufhört und der nächste anfängt, geschweige denn wer Verkäufer und wer Kunde ist. Alles ist einfach ein einziges buntes Treiben. Auf auf dem Boden ausgebreiteten Plastikplanen wird Gemüse verkauft, eine Ecke weiter gibt es alle möglichen Haushaltswaren, wie Töpfe, Schalen und Kohlegrills.
Weiter in der Mitte des Marktes wird bei den unzähligen Stoffe- und Second Hand – Kleidungsständen und den meist recht aufdringlichen Schuhverkäufern viel gefeilscht und gehandelt. Zwischendurch trifft man immer wieder auf Frauen, die die leckersten Snacks, auf ihrem Kopf tragend, verkaufen. Nach dem zweiten Marktbesuch findet man sich aber soweit zurecht, dass man nicht mehr Gefahr läuft, sich in den verworrenen Marktreihen zu verlaufen.

Wenn man in Dormaa – Ahenkro eines nicht zu befürchten hat, dann ist es, nichts zu Essen zu finden. Fast an jeder Straßenecke gibt es was Leckeres zu holen. Von Omlett über frittierte Kochbananen mit scharfem Tomaten-Chilli-Dipp bis hin zu Fleischspießen ist wirklich alles zu finden. Ich weiß, viele warnen davor, wegen der oft mangelhaften hygienischen Bedingungen Essen auf der Straße zu kaufen, aber ich für meinen Teil hatte dadurch bisher keinerlei gesundheitliche Probleme.
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